Gemeinnütziger Verein Kücknitz e. V.

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Schmiedeworkshop

Veranstaltung

Titel:
Schmiedeworkshop
Wann:
Sa, 25. August 2018, 14:00 h - 19:00 h
Wo:
Industriemuseum Geschichtswerkstatt - Herrenwyk,
Kategorien:
Information , Jugendliche , Kinder , Museum , Standard

Beschreibung

Lübecker Museumsnacht 2018

Schmiedeworkshop

Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.

 

In der heutigen Zeit haben sich modernere und rentablere Techniken durchgesetzt und den Schmiedeberuf verdrängt. Dadurch gehen immer mehr Erfahrungen und praktische Fähigkeiten verloren. Diejenigen, die sich weiterhin mit dem alten Handwerk auseinandersetzen, sind sich einer gewissen Verantwortung bewusst, die in dem folgenden Zitat von Thomas Morus (engl. Staatsmann und Autor, 1478 - 1535) sehr schön zum Ausdruck kommt:

"Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

Schmiede trifft man heutzutage noch am ehesten auf Kunsthandwerkermärkten an. 

ODER EBEN IN DER GESCHICHTSWERKSTATT

Zuschauen und/oder selbst ausprobieren, man kann sich entscheiden. Wer sich für das Mitmachen entschieden hat, kann kleine Stücke herstellen, wie Schnecken, Haken, Messer oder Schraubenzieher, um nur einige zu nennen.

Wer schon einige Fertigkeiten entwickelt hat, kann sich mit und ohne Unterstützung auch an schwierigere Werkstücke heranwagen.

Um eine Spende wird gebeten.

Feuer, Wasser, Luft und Erde werden als die vier Grundelemente bezeichnet. Der Schmied macht sich diese in ihrer Ursprünglichkeit zum Nutzen. Mit dem Feuer erwärmt er den irdischen Bodenschatz Eisen, Wasser benötigt er zum Abkühlen und Härten des Metalls. Der Luftstrom des Gebläses unterhält den Verbrennungsvorgang der Kohle. 

Schmieden hat immer etwas mit Rhythmus zu tun. Der auf den Amboss treffende Hammer federt bei jedem Schlag ein Stück weit zurück. Dies führt zu rhythmischen Bewegungsabläufen und zu ebensolchen Klängen, denn der Schmied kann erst danach zu einem neuen Schlag ansetzen.

Ein weiterer Rhythmus entsteht durch das regelmäßige Erwärmen in der Esse und das anschließende Erkalten unter den Schlägen des Hammers. Während des Erhitzens legt der Schmied seine Werkzeuge für die nächste Bearbeitung bereit und überlegt sich die folgenden Schritte, um die kurze Zeit der Wärme möglichst effektiv nutzen zu können.

Das vor etwa 3800 Jahren entstandene Schmiedehandwerk ist einer der ältesten Berufe der Menschheitsgeschichte. Das ist wohl auch deshalb so, weil nur diese Rohstoffe und keine komplizierte Technik benötigt werden, um es auszuüben. Dazu war stets Erfindergeist und Experimentierfreudigkeit notwendig, um immer wieder neuere und qualitativ hochwertigere Werkstücke zu erzeugen. Schmiede waren allzeit wegen ihres Ideenreichtums auch als Problemlöser, insbesondere von technischen Herausforderungen gefragt. 

Der heute noch übliche Begriff "Ideen­­schmiede" zeugt von dieser Tradition.

Bis ins späte 20. Jahrhundert war der Schmied bei uns im ländlichen Raum unverzichtbar, da er sehr vielseitige Erzeugnisse anbieten konnte. Er war Schlosser, Hufschmied, Werkzeughersteller, Beschlagschmied für Wagen und immer wieder auch Kunstschmied in einer Per­son. Damit war ein Schmied einer der angesehensten Männer im Dorf.

Um hohe Kunstfertigkeit im Schmiedehandwerk zu erreichen, ist neben einer guten Ausbildung die eigene, langjährige praktische Erfahrung wichtig. Dank ihres Erfindungsreichtums haben Schmiede Hilfsmittel entwickelt, die ihnen die schwere körperliche Arbeit erleichtern sollen. Beispiele hierfür sind mit Wasserkraft, später auch mit Dampf und Motoren betriebene Hämmer. Kraft und Ausdauer sind für die Ausübung des Berufs auch mit solchen Hilfen Grundvoraussetzung.

Veranstalter: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk


Veranstaltungsort

Standort:
Industriemuseum Geschichtswerkstatt - Webseite
Straße:
Kokerstr. 1-3
Stadt:
Herrenwyk